Die perfekte Rede: 10 Tipps, um deine Zuhörer zu überzeugen

Aktualisiert: vor 4 Tagen

Bei einer Rede ist es nicht selten der Fall, dass die Zuhörer gedanklich abschweifen und dem Redner nicht die volle Aufmerksamkeit schenken. Unsere Rhetorik spielt hier eine entscheidende Rolle, daher habe ich nachfolgende zehn Tipps, wie dir eine erfolgreiche Rede gelingt.


Foto: Pixabay


Die zehn Tipps sind:

1. Sei nicht authentisch

2. Nutze Emotionen

3. Setze Pausen

4. Vermeide Diskurspartikel

5. Hebe wichtige Personen hervor

6. Bedanke dich nicht bei deinem Publikum

7. Kenne deine Kernbotschaft

8. Fragen gegen Blackouts

9. Der letzte Appell

10. Üben, üben, üben!


1. Sei nicht authentisch

Authentizität ist für viele das Wichtigste im Leben und auch wenn ich dem auf privater Ebene beipflichte, gilt das nicht für eine Rede. Du sollst dein Publikum von dir überzeugen und das geht am Besten, indem du das Wertesystem deiner Zuhörer spiegelst. Du sollst nicht deine Prinzipien über Bord werfen, aber möchtest du andere von dir in einer Rede oder auf beruflicher Ebene überzeugen, darfst du auch gerne nicht authentisch sein und dich anpassen.


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2. Nutze Emotionen

Emotionen verleihen deiner Rede das gewisse Etwas. Hierbei sind drei Wege besonders effektiv:


• Kenne deinen Jaw-dropping-moment: Frage dich, wie du dein Publikum entscheidend abholen kannst. Im Rahmen von TED Talks ist es üblich, dass die Redner irgendwann einen Gegenstand in die Hand nehmen und ihr Publikum begeistern. Oder einfach ausgedrückt: Sorge für einen "Wow-Moment".

• Veranschauliche Statistiken und Zahlen durch Diagramme

• Nutze die rhetorischen Stilmittel. Metaphern und Anekdoten (Geschichten) sind hier die Klassiker.


Bonus: Meine Podcast-Episode "PATHOS: 5 Wege, um Emotionen in Reden & Präsentationen zu wecken"


3. Setze Pausen

Wir unterschieden zwischen zwei Arten von Pausen, diese sind:


Interpausen: Pausen zwischen zwei Sätzen.

Intrapausen: Pausen innerhalb eines Satzes.


Intrapausen eignen sich gut, um Spannung aufzubauen, denn du kannst deinen Redefluss unterbrechen und deine Zuhörer damit neugierig machen.


4. Vermeide Diskurspartikel

Diskurspartikel sind Wörter wie "ähm" und "halt" und zählen zu den Füllwörtern. Vermeiden kannst du sie durch eine kurze Sprechpause. Halte inne und sammle deine Gedanken.


5. Hebe wichtige Personen hervor

Sollte bei deinem Vortrag eine Respektsperson (Lehrkraft, Dozent, lokaler Politiker) anwesend sein, solltest du diese gesondert hervorheben.


Beispiel: „Sehr geehrter Herr Bürgermeister, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben und heute zu Gast bei meinem Vortrag sind. Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, auch bei Ihnen bedanke ich mich, dass Sie heute so zahlreich erschienen sind.“


6. Bedanke dich nicht bei deinem Publikum

Am Ende eines Vortrags bedankt sich der Redner meistens bei seinem Publikum für die Aufmerksamkeit. Lass das in Zukunft sein - du hast einen Vortrag vorbereitet, du stehst vorne und vermittelst wertvolles Wissen, dafür sollte sich dein Publikum bei dir bedanken. Bedanke dich Anfangs für das Erscheinen deiner Zuhörer, aber nie für ihre Aufmerksamkeit am Ende deiner Rede.


7. Kenne deine Kernbotschaft

Mit einer Rede vermittelst du indirekt eine Kernbotschaft. Werde dir deiner bewusst, indem du dir folgende Frage stellst:


"Wie kann ich meine Rede mit einem Satz zusammenfassen?"


8. Fragen gegen Blackouts

Blackouts, auch wenn sie in der Praxis eher selten vorkommen, machen den meisten vor einer Rede Sorgen. Hier kannst du deiner Angst entgegenwirken, indem du den letzten Satz wiederholst oder Fragen für dein Publikum vorbereitest.

Insbesondere Fragen bezüglich der Meinung oder Erfahrung der Zuhörer mit der jeweiligen Thematik eignen sich sehr gut. So wirkst du deiner Nervosität erfolgreich entgegen und kannst, solltest du zum Opfer eines Blackouts werden, mit deinen Zuhörern interagieren.


9. Der letzte Appell

Ich empfehle dir, am Ende des Vortrags deinem Publikum einen Appell, eine Aufgabe oder eine Frage mitzugeben, sodass es sich an deine Rede besser erinnert und du dich von der Masse abhebst.


10. Üben, üben, üben!

Die Vorbereitung ist wichtig, aber ich möchte auf eine bestimmte Sache abzielen, nämlich Störfaktoren. Bei der Vorbereitung haben wir das Bild von einer perfekten Rede und dass nichts schiefgehen kann, doch die Realität sieht anders aus.

Setze dich bei deiner Vorbereitung bewusst Störfaktoren (z. B. offenes Fenster, wodurch du spielende Kinder auf der Straße hörst) aus, denn je schleppender die Vorbereitung, desto stärker und erfolgreicher die Rede.


Ich wünsche dir viel Erfolg!


Dein Sebastian



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Über den Autor: Sebastian ist Gründer/Inhaber der RhetorikEcke, Coach, Bestseller-Autor und Social Media-Berater bei der four-quarters Unternehmensgruppe.

Seiner selbständigen Tätigkeit geht er mit viel Motivation sowie Leidenschaft nach und hat sich als Ziel gesetzt, das kommunikative Potential seiner Mitmenschen zu entfalten.

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